Lebensmittel: Zu schade für die Mülltonne

Datum Montag, 14.Dezember 2009 von ms/vzbay

Viele Supermärkte und Discounter locken derzeit mit Schnäppchenpreisen für Lebensmittel. Doch die Preisjagd zahlt sich für den Kunden oft nicht aus, so die Erfahrung der Verbraucherzentrale. Impulskäufe und fehlende Planung belasten unnötig die Haushaltskasse. Denn ein erheblicher Teil der Einkäufe wird weggeworfen: Jedes Jahr landen verzehrsfähige Lebensmittel im Wert von 10 Milliarden Euro in deutschen Mülltonnen, schätzt das Marktforschungsunternehmen GfK. “Wer seine Einkäufe plant und Möglichkeiten zur Vorratshaltung nutzt, kann diese Verschwendung von Ressourcen vermeiden”, sagt Andrea Danitschek von der Verbraucherzentrale Bayern. Immerhin lassen sich so pro Haushalt oftmals mehrere hundert Euro im Jahr einsparen.

Ob ein Sonderangebot wirklich günstig ist, können Verbraucher anhand des Grundpreises erkennen. Fertiggerichte wie Backmischungen, Nudelsaucen oder Salatdressings sind meist teurer als selbst zubereitet. Großpackungen lohnen sich nur, wenn die Menge auch tatsächlich verbraucht wird. Was zu viel ist, muss aber nicht in den Müll: “Viele Lebensmittel lassen sich gut einfrieren, auch Brot, das besonders häufig weggeworfen wird”, so der Rat der Ernährungsexpertin. Weitere Spartipps stehen im Infoblatt “Gute Küche für wenig Geld”, das online unter www.verbraucherzentrale-bayern.de im Bereich Downloads erhältlich ist.

Ein Kommentar vorhanden für “Lebensmittel: Zu schade für die Mülltonne”

  1. U. Schluhmeier - Mülltonnenverschlüsse am 22.Januar 2010 um 08:53

    Die zahlen klingen sehr schlimm. Ich zähle allerdings auch zu den Konsumenten, die Lebensmittel wegwerfen. Ich werde versuchen besser zu planen. Vielen Dank für den Beitrag. In mir hat es etwas bewirkt.

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