Noch schnell Glühlampen hamstern? – Verbraucherzentrale rät zur Gelassenheit
Die Glühlampe macht warmes, naturnahes Licht und begleitet uns bereits länger als ein Jahrhundert. Ihr einziges Manko: Sie frisst zu viel Energie. Glühlampen mit Wolframfaden als Leuchtmittel verbrauchen bei gleicher Helligkeit fünfmal soviel Strom wie Energiesparlampen. Der flächendeckende Einsatz von Sparlampen bietet also durchaus die Möglichkeit zur Minderung des Kohlendioxid-Ausstoßes beizutragen. Aus diesem Grund werden die herkömmlichen Glühlampen ab 2009 schrittweise aus dem Handel gezogen.
Im ersten Schritt dürfen ab 1. September 2009 alle matten Glühlampen sowie jegliche Glühlampen mit einer Leistung über 100 Watt nicht mehr in den Verkehr gebracht werden. Danach folgt in jedem Jahr zum selben Datum die nächst leistungsschwächere Glühbirne. Das hat die EU im Dezember 2008 so beschlossen. Der Glühlampenausstieg hilft nicht nur CO2 sondern auch Geld zu sparen. Zwischen 1.500 und 15.000 Stunden leuchtet eine Energiesparlampe, eine Glühlampe nur maximal 1.000 Stunden.
Trotz des zunächst höheren Anschaffungspreises rechnet sich so der Kauf einer hochwertigen Energiesparlampe. Bis zu 80 Prozent Kostenersparnis sind dadurch möglich, dies verdeutlicht eine Beispielrechnung. Um die gute Bilanz nicht zu beeinträchtigen ist es wichtig, dass Energiesparlampen sachgerecht entsorgt werden, denn in ihrem Inneren steckt giftiges Quecksilber- immerhin 2,5 Milligramm pro Lampe. Deshalb gelten sie als Sondermüll und dürfen nur bei entsprechenden Sammelstellen abgegeben werden.
Gut zu Wissen: Auch bei der Stromerzeugung aus Kohle wird Quecksilber freigesetzt. Durch den Einsatz von Energiesparlampen kann die Stromproduktion gesenkt werden womit die Quecksilberbilanz von Energiesparlampen in Summe günstiger ist als die von Glühlampen.
Was tun? Niemand muss Angst haben, dass es beim ihm zu Hause dunkel wird. Es gibt bereits genügend Alternativen zur Glühlampe, die – ausgestattet mit Schraubsockel E27 oder E14 – in nahezu jede Leuchte passen.
Worauf Sie beim Umstieg achten sollten: ·Achten Sie auf Qualität – Gutes kostet etwas mehr, hält länger und ist so auf Dauer billiger. Informieren Sie sich in unabhängigen Testberichten – etwa bei der
Stiftung Warentest ·Lichtfarbe – Energiesparlampen gibt es für jede Stimmung. Die Lichtfarbe steht in der Regel auf der Verpackung. (weitere Infos gibt’s hier) ·
Die passende Lampe für jede Leuchte – Die Palette der Sparlampen reicht von der klassischen Birnen oder – Tropfenform bis zur Kerze für den Kronleuchter. ·
Alte Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll Wegen des Schadstoffinhaltes müssen Energiesparlampen gesondert entsorgt werden. Geben Sie alte Energiesparlampen z.B. Wertstoffhof ab. Auch der Handel nimmt zum Teil alte Leuchtmittel zurück. Fragen Sie einfach dort nach. Ausführliche Informationen, auch zum Zeitplan des Glühlampenausstiegs, sind auf den Seiten des Umweltbundesamtes zu finden (siehe
Link).