Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Beerenobst – Beerenobst überwiegend ohne Beanstandung
Von Januar bis August 2009 wurden am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart insgesamt 215 Beerenproben aus konventionellem Anbau und 25 Bee-renproben aus ökologischem Anbau auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht.
Bei den Beeren aus konventionellem Anbau handelte es sich um 116 Proben Strauchbeeren (vor allem Johannisbeeren, Himbeeren und Stachelbeeren) und 99 Proben Erdbeeren vorwiegend aus einheimischem Anbau. Die Beeren wurden von den Lebensmittelkontrolleuren der Lebensmittelüberwachungsämter überwiegend auf Erzeugerebene oder bei Obstgroßmärkten entnommen.
Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass der Anteil an Proben mit Pestizidrückständen, die über den gesetzlich festgelegten Höchstmengen liegen, mit insgesamt drei Prozent recht gering ist. Keine der untersuchten Beerenproben war als gesundheitlich bedenklich einzustufen. Gleichwohl zählt konventionell erzeugtes Beerenobst zu den Obstsorten, die teilweise einen erhöhten Anteil an Proben mit Rückständen an Pflanzenschutzmitteln aufweisen. Die Untersuchungsergebnisse zeigen jedoch auch, dass die Beanstandungsquote hinsichtlich der Zahl an Höchstmengenüberschreitungen und der Anwendung nicht zugelassener Pflanzenschutzmittel bei Johannisbeeren noch unbefriedigend ist.
Erdbeeren fallen auch dieses Jahr durch eine sehr geringe Beanstandungsquote auf. Nur eine von 99 Stichproben wies zu hohe Rückstände auf. Eine positive Bilanz zeigt sich auch bei den untersuchten Bio-Proben. Hier erfüllten bezüglich der Pestizide alle untersuchten Bio-Beerenobstproben die Bestimmungen des ökologischen Anbaus.
Quelle:
Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg, Pressemitteilung vom 28.10.2009