Surimi – mehr Schein als Sein

Datum Mittwoch, 11.November 2009 von ms/vzbay

Mit dem Erfolg von Seafood wie Krebsfleisch oder Sushi hat sich auch Surimi in deutschen Küchen etabliert. Die Verbraucherzentrale Bayern weist darauf hin, dass es sich dabei – ähnlich wie beim Analogkäse – um ein Lebensmittelimitat handelt. Surimi ist eine Masse aus zerkleinertem Fischmuskeleiweiß, die sich zu Krebsfleisch- oder Garnelenimitaten formen lässt. “Vielen Verbrauchern ist nicht bewusst, welchen Qualitätsverlust sie bei billigem Surimi anstelle echter Garnelen hinnehmen müssen”, so die Erfahrung von Andrea Danitschek, Ernährungswissenschaftlerin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Surimizubereitungen erhalten Form und Geschmack nur durch den massiven Einsatz von Bindemitteln, Aromen, Geschmacksverstärkern, Farbstoffen, Konservierungsmitteln und anderen Zusatzstoffen. Insbesondere Allergiker sollten bei Surimi vorsichtig sein.

Beim Einkauf von trendigem Seafood rät die Verbraucherzentrale, auf Qualität zu achten. Empfehlenswert sind Garnelen aus nachhaltiger Fischerei, erkennbar am blauen MSC-Siegel. Schließlich treibt der gedankenlose Genuss exotischer Meerestiere die Überfischung der Ozeane weiter voran. Auch Garnelenzucht in Aquakultur ist problematisch. Beispielsweise führt der hohe Medikamenteneinsatz in den Zuchtbecken immer wieder zu Belastungen mit Antibiotikarückständen. “Zuchtgar-nelen sind nur zu empfehlen, wenn sie aus einer Bio-Aquakultur stammen”, sagt Ernährungsexpertin Danitschek. Weitere Fragen zu Fisch und Meeresfrüchten beantwortet die Verbraucherzentrale telefonisch unter 01805-829232 (14 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen

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