Gründüngung im Garten: Verschiedene Pflanzen – verschiedene Wirkungen

Datum Dienstag, 30.Oktober 2007 von ms/aid

Zur Bodenverbesserung im Garten kann eine so genannte Gründüngung beitragen. Verschiedene zur Gründüngung geeignete Pflanzen haben dabei unterschiedliche Wirkungen auf den Boden. Sonnenblumen, Ölrettich oder Bitterlupinen lockern mit ihren tiefgehenden Wurzeln auch untere Bodenschichten, Studenten- und Ringelblumen drängen Nematoden zurück.

Leguminosen, dazu gehören Erbsen, Bohnen, Wicken, Klee und Lupinen, sind wichtige Stickstofflieferanten. Die Knöllchenbakterien binden Luftstickstoff und tragen so zu einer besseren Nährstoffversorgung bei. Im Garten sollten keine Flächen brach liegen bleiben, sondern jede freie Fläche sollte mit Gründüngungspflanzen eingesät werden. Der Boden ist beschattet, er trocknet weniger aus und verschlämmt bei starken Niederschlägen nicht.

Dem Boden wird organische Masse zugeführt und es entsteht Humus. Zur Winterbegrünung werden Getreidearten, Winterwicken oder eine Gründüngungsmischung empfohlen. Aus pflanzenbaulicher Sicht eignen sich besonders Wintergetreidearten. Getreidepflanzen sind mit keiner Gemüsepflanze verwandt und tragen so nicht zur unerwünschten Verbreitung von Gemüsekrankheiten bei. Wintergetreide kann bis Ende Oktober ausgesät werden. Allerdings ist Getreide wegen seines dichten Wurzelwerks im Frühjahr nur schwer wieder einzuarbeiten. Gute Gründüngungspflanzen sind auch Leguminosengemenge aus Ackerbohnen, Futtererbsen und Sommerwicken oder „Landsberger Gemenge“ aus Welschem Weidelgras, Inkarnatklee und Winterwicke.

Sie dürfen aber nur alle vier Jahre auf derselben Fläche angebaut werden und nicht vor stickstoffspeichernden Pflanzen wie Spinat, Mangold, Salat, Rote Bete oder Rhabarber. Senf, Raps, Rettich und Kresse sollten nicht zur Gründüngung verwendet werden, weil sie mit Kohlgewächsen verwandt sind und die Kohlhernie fördern können. Überhaupt ist darauf zu achten, dass Pflanzen aus derselben Familie nicht nacheinander an derselben Stelle angebaut werden. Neben der Aussaat im Herbst ist auch die richtige Einarbeitung im Frühjahr zu beachten. Sind die Pflanzen über Winter nicht abgestorben, müssen sie zunächst abgemäht und zerkleinert werden. Die Grünmasse sollte vor der Einarbeitung abtrocknen. Ist die Einarbeitung schwierig, kann die oberirdische Grünmasse auch abgeräumt und kompostiert werden.

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