Marinade kann Qualitätsmängel überdecken

Datum Montag, 06.Juli 2009 von ms/vzbay

Zur Grillsaison bietet der Handel eine Fülle an vorgefertigten, bereits marinierten Fleischstücken an. “Diese Erzeugnisse können Qualitätsmängel aufweisen, die auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen sind”, warnt Susanne Moritz, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Durch die meist gefärbte Marinade ist der Frischezustand des Fleisches schwer zu beurteilen. Vorsicht ist geboten, wenn das abgepackte Fleisch im eigenen Saft schwimmt. Hier kann es sich um aufgetautes Fleisch handeln oder um eine minderwertige Qualität. Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt, Frischfleisch an der Theke zu kaufen und selbst zu marinieren. Fleisch von guter Qualität fühlt sich fest an und weist einen frischen Geruch auf. Zum Grillen rät die Ernährungsexpertin auf gleich große und gleich dicke Stücke zu achten. Diese lassen sich gleichmäßig grillen. Von Natur aus saftig schmeckt durchwachsenes und marmoriertes Fleisch wie Schweinenackensteaks oder Koteletts. Magere Stücke wie Schnitzel, Rindersteaks, Putenfleisch oder Hähnchenbrustfilets werden leicht trocken und sollten mit Öl mariniert oder in Alufolie gegart werden. Besonders aromatisch wird das Fleisch, wenn es einige Stunden oder über Nacht eingelegt wird. “Vor dem Grillen tupft man die Marinade vorsichtig ab, damit nichts in die Glut tropft”, betont Susanne Moritz von der Verbraucherzentrale besonders. Salz und Paprika gehören nicht in die Marinade: Salz entzieht dem Fleisch Flüssigkeit und lässt es beim Grillvorgang hart werden, Paprika kann auf dem Rost verbrennen und gibt dem Fleisch einen bitteren Geschmack.

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