Ballast abwerfen mit Ballaststoffen – Pflanzenfasern unterstützen die Gewichtsabnahme
Der Frühling naht – und jedes Jahr dasselbe Problem: Der Winterspeck passt nicht in die Kleidung vom vergangenen Jahr und schon gar nicht in den Bikini. Der Speck muss also weg! Aber wie? Wer abnehmen möchte, muss mehr Kalorien verbrauchen, als er zu sich nimmt. Das funktioniert am besten mit viel Bewegung, einer fettarmen Ernährung und reichlich Ballaststoffen. Sie sind optimale Verbündete im Kampf gegen überschüssige Kilos. Doch was sind Ballaststoffe eigentlich genau?
Unverdauliche Bestandteile aus pflanzlicher Nahrung heißen Ballaststoffe. Dabei handelt es sich entweder um Pflanzenfasern wie beispielsweise in Getreide (Zellulose) oder um quellfähige, wasserlösliche Substanzen wie Pektin im Apfel oder Guar aus der Guarbohne. Zu Beginn ihrer Erforschung schienen Ballaststoffe keinen Nutzen zu haben – so kamen sie zu ihrem Namen. Doch welcher Irrtum! Heute wissen wir um ihre vielfältigen gesundheitsfördernden Wirkungen, auch bei der Gewichtsabnahme.
So unterstützen Ballaststoffe das Abnehmen:
• Sie liefern selbst keine oder nur sehr wenige Kalorien.
• Pflanzenfasern müssen länger und intensiver gekaut werden. Deshalb machen sie besser und schneller satt und sparen auf diese Weise wiederum Kalorien.
• Ballaststoffe quellen auf und vergrößern das Volumen der Nahrung. Auch diese Ausdehnung registriert das Gehirn als ein Signal für „Sattsein“.
• Ballaststoffe verzögern die Aufnahme von Kohlenhydraten ins Blut. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Essen langsam an – und fällt auch wieder langsam ab. Plötzlich einsetzende Heißhungerattacken gibt es nicht mehr.
Doch nicht nur Menschen, die abnehmen wollen, profitieren von Ballaststoffen. Denn Pflanzenfasern & Co regulieren die Verdauung und stärken die Darmgesundheit. Sie binden im Darm unerwünschte Stoffe wie Cholesterin oder giftige Substanzen. Damit senken sie den Cholesterinspiegel und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie auch für Darmkrebs und andere Darmkrankheiten. Damit Ballaststoffe ihre positiven Wirkungen entfalten können, benötigen sie viel Flüssigkeit zum Quellen. Eine tägliche Trinkmenge von 2 bis 2,5 Liter ist beim Abnehmen mit vielen Ballaststoffen ideal, und zwar in Form von kalorienfreien Getränken wie Mineralwasser, Kräuter- oder Früchtetees.
Statt der empfohlenen 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag nehmen die Deutschen durchschnittlich nur etwa 24 Gramm zu sich. Diese Menge lässt sich mit pflanzlicher Nahrung steigern, zum Beispiel mit Müsli, Vollkornbrot, Naturreis, Salat, Gemüse und Obst. Ballaststoffträger können auch zusätzlich über das Essen gestreut werden wie Weizenkleie oder Leinsamen. Beim Abnehmen sind auch spezielle Mikronährstoffe hilfreich. Denn bei einer Diät verringern sich die Nahrungsmenge und damit auch die Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen.